Naturfassade zur Begrünung von Gebäuden im urbanen Raum
In vielen Städten, besonders in den Zentren, gibt es zu wenige Grünflächen. Durch die dichte Bebauung werden Parks, Gärten und andere natürliche Bereiche immer seltener. Dies wirkt sich negativ auf das Stadtklima (Überhitzung), die Luftqualität und die Lebensqualität der Menschen aus. Da nur in seltenen Fällen die Möglichkeit besteht, Flächen zu entsiegeln, müssen Ansätze gefunden werden, Gebäude in die Schaffung von Grünflächen mit einzubeziehen.
Aus diesem Grund hat sich DUCON in Zusammenarbeit mit der Bernhard Müller Betonsteinwerk GmbH auf die Suche nach einer Lösung gemacht, die Vorteile des Hochleistungswerkstoff zu nutzen, um Fassaden grün zu gestalten. Das Ergebnis ist eine Fassadenplatte mit integrierten Pflanztrögen. Die Grundlage bildet eine gewohnt dünne Trägerplatte, die mit gängigen Befestigungsmitteln am Rohbau aufgehängt werden kann. Die vorgesetzten Tröge können dann nach Belieben bepflanzt werden und lassen auf diese Weise die Fassade die Luftqualität verbessern.
Nach mehreren Optimierungen der Geometrie und des Herstellungsprozesses wurde der erste Prototyp bereits auf dem Werksgelände des Fertigteilwerks montiert und bepflanzt. Diese Musterfassade besitzt auch bereits ein Bewässerungssystem und Öffnungen zur Entwässerung bei übermäßigem Wassereintrag bei z.B. Regenereignissen.

Zusätzlich zu der Begrünung liefert der Werkstoff DUCON die gewohnten Vorteile in Bezug auf die Nachhaltigkeit. Die im Vergleich zu klassischem Stahlbeton um mindestens die Hälfte reduzierte Bauteildicke spart einen wesentlichen Teil der Ressourcen ein. Eine zusätzliche CO2-Reduktion bietet DUCONGreen mit einem deutlich reduzierten Klinkergehalt. Die hervorragenden Nachhaltigkeits-Eigenschaften finden sich auch in der kürzlich erlangten Environmental Product Declaration für DUCON-Bauteile (EPD-DUB-104) wieder.